Presse

 

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Sektion Orthopädie

Maria-Hilf-Krankenhaus

Klosterstrasse 2

50126 Bergheim

Sektionsleiterin

Dr. med. Iris Bayer-Hertzog

Stellv. Sektionsleiterin

Dr. med. Miriam Braun

 

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Fräsen, sägen, hämmern – eine Live-OP

Beim „Tag der Orthopädie“ findet eine Knie-Operation großen Anklang

Sauber geordnet liegt das Operationsbesteck auf einem kleinen Tisch bereit. Während des Ein-griffs soll ein künst-liches Kniegelenk einge-setzt werden – und das vor einem großen Publikum. Allerdings, die Operation wird nur an einem Kunstknochen demonstriert. Dieser ist bereits mit zwei Schraubzwingen auf einem Brett befestigt.

Der „Eingriff“ findet im Rahmen des „Tag der Orthopädie“ im Maria-Hilf-Krankenhaus in Bergheim statt. Neben zwei Live-Demonstrationen am Knie- und Hüftknochen können sich die Besucher hier an verschiedenen Informationsständen über Hüftgelenkserkrankungen, Fußbeschwerden, Sportverletz-ungen und Schultererkrankungen erkundigen und beraten lassen.

Pünktlich zu Beginn der Demonstration ist der Saal voll. Überall sitzen und stehen Zuschauer, die sich die Operation am Knie ansehen wollen – denn wann hat man schon mal die Möglichkeit, die verschiedenen Schritte dieses Eingriffs hautnah mitzuverfolgen?
Besonders Besucher, die selber mit Arthrose oder anderen Kniebeschwerden zu kämpfen haben, nutzen die Chance, um sich über das Einsetzen eines künstlichen Gelenks zu informieren. So auch Gertrud Sievernich, die sich bereits im letzten Jahr einer solchen Operation unterziehen musste. "Jetzt möchte ich genau sehen, wie das eigentlich funktioniert. Ich bin echt gespannt“, erzählt sie. Doch bevor es losgehen kann, weist die Chefärztin Iris Bayer- Hertzog das Publikum zunächst ein: „Kriegen Sie bitte keinen Schreck, wenn gleich gesägt wird, das ist unheimlich laut.“

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Dann wird 30 Minuten lang operiert – und das ist nicht unbedingt etwas für schwache Gemüter. Immer wieder muss gefräst, gesägt und gehämmert werden, um die Pfanne und das Pfannenlager des künstlichen Kniegelenks optimal an das Knie anzupassen. Damit auch die Zuschauer in der letzten Reihe die einzelnen Schritte mitverfolgen können, wird das Ganze auf eine Großbildleinwand übertragen und von einer Fachärztin kommentiert. Während die Chefärztin Bayer- Hertzog konzentriert arbeitet, tritt unerwartet eine kleine Komplikation auf: Die Schraubzwinge, die den Knochen stabilisiert, fällt durch einen kräftigen Schlag scheppernd zu Boden, was für großes Gelächter im Publikum sorgt.
Schließlich passt die eingesetzte Prothese, und das Kniegelenk lässt sich gut bewegen – Operation geglückt. „Normalerweise würde dieser Eingriff wohl 60 bis 90 Minuten dauern“, erklärt Bayer-Hertzog.

Im Anschluss stellen die Zuschauer Fragen und besuchen die Informationsstände. Auch hier ist es möglich, mit den Ärzten und Fachleuten ins Gespräch zu kommen. Insgesamt findet der „Tag der Orthopädie“ großen Anklang bei den Besuchern: „Es sind deutlich mehr gekommen, als wir erwartet haben“, sagt Claudia Hohenegg, Sekretärin im Bereich Orthopädie

Quelle: Kölner Stadt Anzeiger
vom 30.August 2010